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Bitcoin kaufen mit Karte oder Überweisung: was ist günstiger?

Die Zahlungsart entscheidet oft mehr über die Kosten als der Anbieter selbst. Hier sehen Sie, wann sich die Karte lohnt und wann die Überweisung klar günstiger ist.

Von der Redaktion von KryptowaehrungKauf.de ·

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Bitcoin kaufen mit Karte oder SEPA-Überweisung im Kostenvergleich

Die Zahlungsart ist ein eigener Kostenpunkt

Beim Bitcoin-Kauf zahlen Sie nicht nur die Gebühr der Börse. Je nachdem, wie das Geld auf Ihr Konto kommt, fällt ein zweiter Posten an. Bei der Karte ist er oft der größte, bei der Überweisung meist null.

Das gilt für Deutschland genauso wie für andere Länder. Wer ein paar Minuten für die Überweisung einplant, spart auf jeden Kauf spürbar Geld. Wer es eilig hat, sollte wenigstens wissen, was die Eile kostet.

SEPA-Überweisung: der Standardweg

Die klassische SEPA-Überweisung dauert in der Regel ein bis zwei Bankarbeitstage, bis das Geld auf der Börse ankommt. Die meisten Anbieter verlangen dafür keine Einzahlungsgebühr. Das ist der günstigste und zugleich der verbreitetste Weg.

Bei Bitvavo ist die SEPA-Einzahlung laut der Gebührenübersicht frei. Bei Bitpanda berechnet der Anbieter selbst keine Ein- oder Auszahlungsgebühren, egal ob per SEPA, Überweisung oder PayPal; Gebühren Dritter sind aber möglich. Bei Kraken kostet die SEPA-Einzahlung nichts und ist ab 1 € möglich.

Echtzeitüberweisung und Instant-SEPA

Mit der Echtzeitüberweisung kommt das Geld innerhalb von Sekunden an, auch am Wochenende, sofern Ihre Bank sie anbietet. Viele Banken verlangen dafür nichts oder nur wenig, prüfen Sie das in Ihrem Preisverzeichnis.

BISON nennt die Instant-SEPA-Einzahlung in seiner Gebührenübersicht ausdrücklich kostenlos. Das ist ein Vorteil, wenn Sie bei einer Kursbewegung schnell kaufen möchten, ohne die höheren Kartenkosten zu zahlen.

Karte, PayPal und Wallets: schnell, aber teurer

Kartenzahlung, Apple Pay, Google Pay und PayPal haben den Vorteil, dass der Kauf sofort klappt. Dafür verlangen die Anbieter einen Aufschlag, der schnell zwischen 1 % und fast 4 % liegen kann.

Bei Bitvavo kosten Karte, PayPal, Apple Pay und Google Pay jeweils 1 %. BISON berechnet für die sofortige Einzahlung per Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay 2,49 %. Kraken verlangt für den Kartenkauf 0,25 € plus 3,75 % Bearbeitungsgebühr, mindestens 10 € pro Kauf, laut der Gebührenübersicht von Kraken. Hinzu kommen dort noch 1 % Kaufgebühr und der Spread.

Rechenbeispiel mit 500 €

Angenommen, Sie möchten für 500 € Bitcoin kaufen. Bei Bitvavo kostet die Einzahlung per SEPA nichts, die Kaufgebühr von 0,25 % beträgt 1,25 €. Per Karte kämen weitere 5 € (1 %) dazu.

Kosten der Karteneinzahlung
Grafik: KryptowaehrungKauf.de, eigene Grafik

Bei BISON zahlen Sie per Instant-SEPA nichts für die Einzahlung. Mit Kreditkarte wären es 2,49 %, also rund 12,45 €. Außerdem steckt bei BISON der Spread im Preis, im Schnitt 1,25 % bei Bitcoin und Ethereum.

Bei Kraken würde ein Kartenkauf über 500 € zunächst 0,25 € plus 3,75 % kosten, das sind 19 €. Zusätzlich fallen 1 % Kaufgebühr (5 €) und der Spread an. Die Überweisung spart Ihnen hier ein Vielfaches.

Was die Börsen insgesamt berechnen

Neben der Zahlungsart zählt die Kaufgebühr. Pro 100 € sind es ungefähr 0,25 € bei Bitvavo, 1 € bei Kraken im Sofortkauf und 1,25 € Spread bei BISON. Bitpanda liegt etwa auf dem Niveau von Bitvavo, Trade Republic und eToro eher auf dem von Kraken.

Bei eToro kommt hinzu, dass Einzahlungen auf ein Dollar-Konto mit 150 Pips umgerechnet werden, ein Euro-Konto vermeidet das. Das Ranking richtet sich nach der Punktzahl, die wir auf der Seite zu unserer Methode erklären.

Praktische Tipps

Prüfen Sie zudem vor jeder Eröffnung im MiCA-Register der ESMA, ob der Anbieter eine Zulassung hat. Wie das geht, steht im Ratgeber Wallet-Sicherheit und 2FA.

Auszahlung und Folgekosten

Auch die Rückrichtung kostet unterschiedlich. Bei Kraken ist die SEPA-Auszahlung 1 €, mindestens 2 €. BISON berechnet für Euro-Auszahlung und Krypto-Auszahlung nichts, und bei eToro kostet die Auszahlung vom Euro-Konto nichts, vom Dollar-Konto 5 USD (eToro gibt diesen Betrag in US-Dollar an).

Wer später verkauft, sollte außerdem an die Steuer denken. Gewinne aus einem Verkauf innerhalb eines Jahres können steuerpflichtig sein, mehr dazu im Ratgeber Krypto-Steuern in Deutschland.

Typische Fehler beim Bezahlen

Wer diese vier Punkte kennt, vermeidet die häufigsten Mehrkosten. Rechnen Sie vor dem ersten Kauf einmal mit Ihrem eigenen Betrag durch, welche Gesamtkosten entstehen.

Wann die Karte trotzdem sinnvoll ist

Es gibt Situationen, in denen die Karte ihren Preis wert sein kann. Zum Beispiel, wenn der Kurs stark bewegt ist und Sie nicht zwei Tage auf die Überweisung warten möchten. Auch für einen ersten kleinen Test mit wenigen Euro kann der schnelle Weg praktisch sein.

Machen Sie daraus keine Gewohnheit. Wer regelmäßig kauft, sollte sein Guthaben per Überweisung vorladen und dann bei Bedarf in einem Schritt kaufen. So zahlen Sie den Aufschlag der Karte nur dann, wenn es wirklich nötig ist.

Bei Sparplänen entfällt die Frage meist ganz: Die Beträge werden regelmäßig abgebucht und ohne zusätzlichen Aufwand investiert. Welche Anbieter Sparpläne bieten, lesen Sie in den einzelnen Erfahrungsberichten.

Sicherheit beim Einzahlen

Zahlen Sie nur an die IBAN, die Ihnen in der App Ihrer Börse angezeigt wird. Rufen Sie die App selbst auf und folgen Sie keinen Links aus Nachrichten, denn gefälschte Zahlungsaufforderungen sind verbreitet. Prüfen Sie die Empfängerangaben vor dem Bestätigen.

Kontrollieren Sie nach der Einzahlung, ob der Betrag vollständig angekommen ist. Wenn Gebühren Dritter anfallen, etwa bei der ausführenden Bank, erscheinen sie oft nur auf Ihrem Kontoauszug und nicht in der Börsen-App.

Gesamtkosten richtig vergleichen

Vergleichen Sie nie nur einen Posten. Zählen Sie Einzahlung, Kaufgebühr, Spread und Auszahlung zusammen, und rechnen Sie das mit dem Betrag durch, den Sie tatsächlich investieren möchten. Bei kleinen Summen fallen feste Mindestbeträge stärker ins Gewicht, bei großen Summen die Prozentsätze.

Bezahlen
Grafik: KryptowaehrungKauf.de, eigene Grafik

Prüfen Sie außerdem, ob sich die Konditionen ändern. Die Gebührenübersichten der Anbieter werden angepasst, deshalb lohnt ein kurzer Blick auf die aktuelle Seite, bevor Sie größere Beträge bewegen.

Fazit

Für fast alle Käufer gilt: SEPA-Überweisung ist günstig, Echtzeit ist der schnelle Kompromiss, und Karte ist nur bei Eile sinnvoll. Der Unterschied kann bei jedem Kauf mehrere Euro betragen, und über ein Jahr mit regelmäßigen Käufen kommt dadurch leicht eine zweistellige Summe zusammen, die Sie sich sparen können. Krypto-Anlagen sind riskant, ein Totalverlust ist möglich. Investieren Sie nur Geld, das Sie entbehren können.

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Häufige Fragen

Ist die SEPA-Überweisung wirklich günstiger als die Karte?

In den meisten Fällen ja. Bei Bitvavo, Kraken und BISON kostet die SEPA-Einzahlung nichts, während die Karte 1 %, 2,49 % oder bei Kraken 0,25 € plus 3,75 % kostet.

Wie schnell ist eine Echtzeitüberweisung?

Das Geld kommt in der Regel innerhalb von Sekunden an, auch am Wochenende, sofern Ihre Bank und die Börse den Dienst unterstützen. BISON nennt die Instant-SEPA-Einzahlung in seiner Übersicht ohne Kosten.

Was kostet der Kartenkauf bei Kraken?

Laut Gebührenübersicht 0,25 € plus 3,75 % Bearbeitungsgebühr, mindestens 10 € pro Kauf. Dazu kommen 1 % Kaufgebühr und der Spread.

Gibt es Börsen ohne Einzahlungsgebühr?

Ja. Bitpanda berechnet selbst keine Ein- und Auszahlungsgebühren, Gebühren Dritter sind möglich. Auch bei Bitvavo ist die SEPA-Einzahlung frei.

Kann ich per PayPal Bitcoin kaufen?

Bei Bitvavo kostet PayPal 1 %, bei Kraken liegt die Mindesteinzahlung bei 1 € und die Gebühr wird vor dem Kauf angezeigt. Bei Bitpanda berechnet der Anbieter selbst keine Gebühr.